Drohnenkartierung ermöglicht es Ihnen, aus Rohbildern von Drohnen hochauflösende, benutzerdefinierte LIDAR-Daten und benutzerdefinierte Kartenbilder zu erstellen und diese direkt in Ihren Aurora-Designs zu verwenden. Mit der Drohnenkartierung können Sie im Vergleich zu Standardbildern und LiDAR eine genauere Dachgeometrie, Höhendetails und Standortkontext erreichen.
In diesem Artikel behandeln wir:
- Wie man hochwertige Drohnenbilder aufnimmt
- Hochladen und Verarbeiten von Drohnendaten
- Überprüfung der verarbeiteten 3D-Oberflächenmodelle
- Verwendung von Drohnendaten im Design-Modus
- Verwendung von vorverarbeiteten (Drittanbieter-) Drohnen-LIDAR- und Kartenbildern
- FAQs
Vor dem Flug – schnelle Checkliste
Einige Dinge, die Sie vor jedem Flug überprüfen sollten, um spätere Verarbeitungsfehler zu vermeiden:
Ihre Drohne hat vor dem Start GPS-Signal empfangen (die meisten Drohnen zeigen eine grüne Anzeige oder die Meldung „Bereit zum Fliegen“). Fotos, die vor dem GPS-Lock aufgenommen werden, enthalten keine Standortdaten und können nicht verarbeitet werden.
Sie fliegen am gleichen Ort wie die Projektmarkierung in Aurora. Wenn das GPS Ihrer Drohne mehr als 1 km vom Projektstandort entfernt ist, schlägt die Verarbeitung fehl.
Sie planen, 10–100 Bilder mit ca. 60–80 % Überlappung zwischen den aufeinanderfolgenden Aufnahmen zu erfassen.
Ihre Drohne ist so eingestellt, dass Bilder als JPG (nicht RAW/DNG) gespeichert werden.
Wie man hochwertige Bilder aufnimmt
Um ein hochauflösendes Oberflächenmodell zu erstellen, empfehlen wir einen Flugplan mit folgenden Details:
- 40–90 Fotos (mindestens 10 erforderlich). Mehr Bilder führen in der Regel zu besseren Ergebnissen
- Ca. 30 Meter Höhe (100 Fuß)
- Bildüberlappung ca. 60-80 %
- Automatischer Flug empfohlen (Nadir-Gitter oder schräges Gitter funktionieren beide). Manuelle Orbitflüge werden ebenfalls unterstützt.
- Kamerawinkel: Eine Mischung aus senkrechten (Nadir) und leicht geneigten (schrägen) Aufnahmen liefert die besten Details zur Dachneigung. Reine Aufnahmen von oben funktionieren, verlieren aber einige Höhendetails.
Beide Muster führen zu guten Ergebnissen:
Hochladen und Verarbeiten von Drohnenbildern
Um Drohnenbilder zu verarbeiten, starten Sie im Projekt, das Sie aktualisieren möchten.
- Öffnen Sie ein Projekt und finden Sie den Bereich „Drohnenkartierung“
- Klicken Sie auf „Dateien importieren“
- Laden Sie die Rohbilddateien der Drohne für das Projekt hoch
- Maximale Dateigröße 25 MB pro Bild
- Nur JPGs
- Verlassen Sie das Modal nicht, bis alle Dateien hochgeladen sind
- Klicken Sie nach dem Upload auf „Dateien verarbeiten“
Sobald die Verarbeitung beginnt, analysiert Aurora die Bilder und erstellt eine benutzerdefinierte LIDAR-Quelle mit einer maßstabsgetreuen Draufsicht-Karte. Die Verarbeitung dauert in der Regel 15–20 Minuten; bei größeren Uploads bis zu 40 Minuten einplanen.
Hinweis: Die Verarbeitung der Drohnenbilder läuft asynchron. Sie können das Projekt verlassen, während die Verarbeitung läuft, und später zurückkehren.
Überprüfung der Drohnen-LIDAR- und Kartenbilder
Nach Abschluss der Verarbeitung sind die Drohnen-LIDAR- und Kartenbilder zur Überprüfung bereit. Klicken Sie auf „Modell überprüfen“, um zu verifizieren, dass Ihre Drohnendaten korrekt verarbeitet wurden.
Wenn die Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprechen, können Sie „Abbrechen“ klicken und die Drohnendaten erneut hochladen.
Hinweis: Pro Projekt ist nur ein verarbeiteter Drohnen-Upload möglich.
Verwendung von Drohnen-LIDAR und Karte im Design-Modus
Nach dem Klicken auf „Modell akzeptieren“ werden Ihre Drohnen-LIDAR-Daten und das benutzerdefinierte Kartenbild in Ihr Projekt importiert und für die Verwendung in Ihren Designs vorausgewählt.
Designer können:
- AI SmartRoof ausführen
- EDS anfordern
- Oder manuell modellieren
Drohnenkartierung liefert die zugrundeliegende Geometrie für die Standortmodellierung, schränkt aber die Standard-Werkzeuge im Design-Modus nicht ein oder sperrt sie nicht.
Hinweis: Designer im Design-Modus haben Zugriff auf das Kartenbild (Karten-Dropdown > „Drohnenbild“) und das Oberflächenmodell (LIDAR > Quelle > Benutzerdefiniert) in jedem Design eines Projekts mit verarbeiteten Drohnenbildern. Weitere Informationen finden Sie unter Wie man benutzerdefinierte Bilder hochlädt (einschließlich Drohnenbilder).
Verwendung von vorverarbeiteten (Drittanbieter-) Drohnen-LIDAR- und Kartenbildern
Aurora unterstützt auch das Hochladen Ihrer eigenen vorverarbeiteten Drohnendaten aus Drittanbietersoftware. Sie können manuell hochladen:
- Eine benutzerdefinierte Drohnenkarte „Orthofoto“ (GeoTIFF) als benutzerdefiniertes Bild. Das Bild sollte basierend auf den GPS-Daten in der Datei automatisch skaliert werden. (Max. 200 MB Dateigröße)
Ein benutzerdefiniertes LIDAR („Digitales Oberflächenmodell“ – DSM). Klicken Sie im LIDAR-Inspektor auf „DSM hochladen“. (Max. 250 MB Dateigröße)
Bekannte Einschränkungen
Einige Fälle, in denen die Ergebnisse der Drohnenkartierung möglicherweise nicht den Erwartungen entsprechen – dies sind physikalische Grenzen der Photogrammetrie, nicht spezifisch für Aurora:
- Kahle Laubbäume (Winter): Blattlose Äste reflektieren nicht genug Signal für eine genaue Rekonstruktion. Das manuelle Modellieren von Bäumen im Design-Modus ist die übliche Lösung.
- Starke Schneebedeckung: Schnee verdeckt Dachkanten und Geländemerkmale.
- Sehr dunkle oder stark reflektierende Dachflächen: können Lücken im Oberflächenmodell verursachen.
FAQs
F: Was ist Drohnenkartierung?
A: Drohnenkartierung verarbeitet Rohbilder von Drohnen zu einem benutzerdefinierten LIDAR und einem maßstabsgetreuen Draufsicht-Kartenbild. Sie erfasst Höhen- und Geometriedaten von Dächern, Gelände und umliegenden Strukturen. Dieses Ergebnis unterstützt genaue Design- und Modellierungsabläufe.
F: Welche Drohnentypen werden benötigt?
A: Sie benötigen eine Drohne, die Bilder mit GPS-Positionierung aufnimmt. Dazu gehören z. B. DJI Mini 3, DJI Air 2S, DJI Mavic 3.
F: Wer kann Drohnenbilder hochladen und verarbeiten?
A: Jeder Benutzer mit Zugriff auf den Design-Modus und Projektbearbeitungsrechten kann Drohnendaten hochladen und verarbeiten.
F: Ersetzen Drohnendaten Standardbilder?
A: Nein. Drohnendaten ergänzen Standardbilder und können bei Bedarf ein- oder ausgeschaltet werden.
F: Werden Drohnendaten automatisch in allen Designs verwendet?
A: Drohnendaten sind nach der Verarbeitung verfügbar, aber Designer können selbst entscheiden, wann und wie sie diese während der Modellierung nutzen.
F: Kann ich meine eigenen vorverarbeiteten Drohnenbilder aus Drittanbietersoftware in mein Aurora-Design hochladen?
A: Ja! Wenn Sie Ihre Rohdrohnenbilder bereits in einer separaten Software verarbeitet haben, können Sie ein benutzerdefiniertes Kartenbild und LIDAR in Ihr Aurora-Design hochladen. Siehe oben.
F: Warum ist die Bildverarbeitung fehlgeschlagen?
A: Die häufigsten Gründe für das Scheitern der Bildverarbeitung sind:
- Nicht genügend Bilder. Mindestens 10 Bilder sind erforderlich.
- Nicht genügend Überlappung
- Bilder fehlen GPS-Daten
- Das Gelände liegt außerhalb der unterstützten Verarbeitungsgrenzen (z. B. wenn Ihr Projekt-Pin zu weit von der Adresse entfernt ist)